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Ob Hauptgericht, Vorspeise oder würziger Dip – ohne die passenden Kräuter wirkt ein Gericht schnell fade. Mit der richtigen Auswahl an Küchenkräutern kann der Salzgehalt in Gerichten ebenso reduziert werden wie die Zuckermenge. Dabei gibt es viele einheimische Kräuter, die für den richtigen Kick bei den Speisen sorgen. Doch nicht nur die Würze macht die Kräuter zu einem beliebten Basic. Viele Kräuter stärken ebenso das individuelle Wohlbefinden und unterstützen Sie bei der Gesunderhaltung Ihres Körpers.

Die Heilwirkung der Küchenkräuter ist hoch angesehen. Zwar werden mittlerweile etwa 600 Heilkräuter auch zu Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten verarbeitet, die Bioverfügbarkeit ist hier nach jüngsten Studienergebnissen aber nicht so gut wie es bei frischen Kräutern der Fall ist. Bei frischen Kräutern ist die Mischung aus ätherischen Ölen und sekundären Pflanzenstoffen ideal aufeinander abgestimmt. Weiterhin gehen bei der Verarbeitung der frischen Kräuter vergleichsweise wenig Vitamine verloren.

Estragon: Der Extra-Kick für die Verdauung

Wer zu wenig Ballaststoffe zu sich nimmt, hat von Zeit zu Zeit mit einer eher trägen Verdauung zu kämpfen. Auch zu wenig Bewegung kann dazu beitragen, dass sich der Darm nicht so aktiv zeigt, wie es eigentlich erforderlich ist. Um der Verdauung auf die Sprünge zu helfen, bietet sich die Verwendung von Estragon in zahlreichen Speisen an. Estragon ist ein vielseitig einsetzbares Gewürz, das gerade aus der französischen Küche nicht wegzudenken ist. Häufig wird Estragon zum Würzen von Schweinefleisch genutzt und bildet die Basis vieler Rezepte. Die Heilwirkung des Estragons ist vor allem auf die Bitterstoffe zurückzuführen. Durch die Bitterstoffe erhält die Verdauung neue Impulse und arbeitet wieder intensiver. Die restlichen Inhaltsstoffe sorgen gemeinsam mit den Bitterstoffen für einen besseren Stoffwechsel.

Kresse setzt ein Zeichen gegen Müdigkeit

Wenn du dich müde und schlapp fühlst, kann Kresse Abhilfe schaffen. Hier ist es aber wichtig, dass du die Kresse so frisch wie möglich genießt. Nur dann enthält sie nämlich die zahlreichen wertvollen Nährstoffe. So ist Kresse ein wichtiger Vitamin C-Lieferant, besitzt aber auch sehr viel Eisen und Kalzium. Außerdem ist sie reich an Folsäure, sodass sie die Energiespeicher im Körper auffüllen kann. Diese Kombination aus Nährstoffen sorgt dafür, dass du dich wieder fitter fühlst.

Fenchel: Bewährtes Mittel in der Erkältungszeit

Wenn dich im Herbst häufig Husten und Schnupfen heimsuchen, kannst du auf Fenchel setzen. Fenchel ist ein Kraut, das in der Küche viel zu wenig Beachtung findet und das zu Unrecht. Dabei wurde Fenchel schon in der Antike bei der Behandlung von Lungenentzündungen eingesetzt. Damals diente es vor allem als Basis für heiße Umschläge. Bei Husten kann Fenchel aufgrund seiner Inhaltsstoffe den Schleim im Rachen lösen und kann dadurch die Erkältungsbeschwerden lindern. Fenchel ist gemeinsam mit Salbei ein bewährtes Mittel gegen Reizhusten und schafft eine sanfte Linderung der Beschwerden. Außerdem hilft es dabei, das Wachstum von Bakterien und Pilzen zu minimieren.

Um häufigen Erkältungen vorzubeugen und die persönliche Immunabwehr zu stärken, greifst du am besten auf Sonnenblume zurück. Die Kerne der Sonnenblume enthalten sehr viel Kalzium, Magnesium sowie Vitamin B und E. Außerdem sind die Kerne reiche an freien Radikalen. So ist es möglich, durch die Ernährung das Herzinfarktrisiko zu senken. Empfehlenswert ist die Einnahme von zwei Esslöffeln Sonnenblumenkernen am Tag. Dadurch führst du deinem Körper etwa 10 bis 15 Gramm der wertvollen Kerne zu.

Auch Wacholder sollte in der Küche regelmäßig eingesetzt werden. Es kommt sowohl den Nieren als auch Harnleiter und Blase zugute und sorgt bei Beidem für eine intensivere Durchspülung. Die im Wacholder vorhandenen ätherischen Öle fördern die Wasserausscheidungen.

 

 

Titelbild-Quelle: Pixabay.com / monicore / https://pixabay.com/de/photos/gewürze-regal-krug-küche-kochen-2454799/